Bezahlen Sie Ihre Mitar­beiter angemessen?

von Karin Breidbach

Überhöhte Entgeltzahlungen an die Belegschaft führen nicht zu nennenswerten Motivationseffekten. Stattdessen gefährden sie durch zu hohe Personalkosten die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens. Eine deutlich zu niedrige oder als unfair empfundene Bezahlung führt verstärkt dazu, dass leistungsstarke und gut ausgebildete Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und sich eine „Dienst nach Vorschrift“-Mentalität breitmacht.

Aber welche Bezahlung ist angemessen?

Die 190 Mitgliedsunternehmen des vem.die arbeitgeber e.V., von PfalzMetall, Hessenmetall und ME Saar, die sich am Entgeltbenchmark 2016 beteiligt haben, wissen darüber bestens Bescheid. Auf der Datenbasis von nahezu 88.000 Beschäftigten haben sie repräsentative Auswertungen auf regionaler, branchen- und betriebsgrößenbezogener Basis erhalten. Dies für 50 verschiedene, typische Arbeitsaufgaben aus der M+E-Industrie und für alle ERA-Entgeltgruppen.

Beispielsweise lag der Medianwert des auf 35 Stunden Wochenarbeitszeit normierten Brutto-Jahresentgelts 2015 der am Benchmark beteiligten Unternehmen aller Branchen und aller Betriebsgrößen für einen Maschineneinrichter bei 42.767 Euro und für einen Produktmanager bei 60.439 Euro.

Ein Unternehmen, das in der Herstellung von Metallerzeugnissen tätig ist (Wirtschaftszweig 25), kann außerdem beispielsweise erkennen, dass Produktmanagern hier mehr bezahlt wurde, nämlich 62.027 Euro pro Jahr und die Eingruppierung zumeist in Entgeltgruppe 9 erfolgte.

Ein zweites Beispiel: Ein Unternehmen mit ca. 400 Beschäftigen kann das Jahresentgelt seiner eigenen Maschineneinrichter mit denen von Unternehmen der gleichen Größenklasse vergleichen, das im Median bei 41.786 Euro liegt. Die Eingruppierung der Maschineneinrichter erfolgt zumeist in der Entgeltgruppe 6, öfter jedoch auch in der Entgeltgruppe 5.

In den nächsten Wochen starten wir die Datenerhebung für den Entgeltbenchmark 2017. Eine Auswertung erhalten dann im November/Dezember diesen Jahres wiederum nur diejenigen Mitgliedsunternehmen, die teilgenommen haben. Bei Interesse am Entgeltbenchmark informieren wir Sie gerne näher.

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