Bilanz des ersten Quartals: Metall- und Elektro­in­dustrie bleibt rezes­si­ons­ge­fährdet

von Karin Breidbach

Produktion stabilisiert. Auslandsgeschäft schwächt Auftragseingang.

Die Metall- und Elektro­in­dustrie (M+E-Industrie) bleibt auch im ersten Quartal 2019 stark rezes­si­ons­ge­fährdet. Die schwache Entwicklung gegenüber dem Vorquartal 2018 hat sich auch im ersten Quartal 2019 durch Rückgänge bei Produktion und Auftrag­s­eingang fortge­setzt. Nach aktuellen Zahlen des Statis­ti­schen Bundes­amtes hat sich die Produktion gegenüber dem Vorquartal zwar auf niedrigem Niveau (-0,4 Prozent) stabi­li­siert, im Vergleich zum Vorjah­res­quartal zeigt sich jedoch, dass der Automo­bilbau mit einem Rückgang von minus 6,0 Prozent die Entwicklung deutlich nach unten gedrückt hat.

Auch der Auftrag­s­eingang als Frühin­di­kator deutet auf eine schwache Entwicklung hin, die in erster Linie auf das schlechte Abschneiden des Auslands­ge­schäfts zurück­zu­führen ist. So verzeichnete der Auftrag­s­eingang aus dem Ausland gegenüber dem Vorquartal ein Minus von 7,0 Prozent, gegenüber dem Vorjah­res­quartal gar ein Minus von 8,1 Prozent. 

Den rückläu­figen Daten bei Produktion und Auftrag­s­eingang stehen aller­dings weiter eine hohe Kapazi­täts­aus­lastung und große Auftrags­be­stände gegenüber. Die M+E-Unter­nehmen haben die Zahl der Mitar­beiter im Februar 2019 saison­be­reinigt weiter erhöht – aller­dings in deutlich gerin­gerem Ausmaß, als unter stabilen Konjunk­tur­be­din­gungen zu erwarten gewesen wäre. Die aktuellen Beschäf­ti­gungs­pläne lassen ein Auslaufen des Beschäf­ti­gungs­aufbaus befürchten. 

„In diesen Zahlen spiegelt sich die Verun­si­cherung der M+E-Unter­nehmen durch äußere und innere Faktoren wider: die Diskus­sionen um den Klima­schutz, den Diesel und den Brexit, um Protek­tio­nismus und Beschrän­kungen im inter­na­tio­nalen Handel sowie der zuneh­mende Fachkräf­temangel“, erklärte Gesamt­metall-Chefvolkswirt Dr. Michael Stahl. Die Verun­si­cherung betreffe aber nicht nur die M+E-Unter­nehmen, sondern auch Inves­toren im In- und Ausland. Ihre merkliche Zurück­haltung trübe das Konjunk­turbild, so Stahl abschließend zur konjunk­tu­rellen Lage. 

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