Die IG Metall wehrt sich gegen Forde­rungen, die niemand erhoben hat

von Karin Breidbach

Bild: Dennis Strassmeier/IW Medien GmbH

Neben dem üblichen ‚Wünsch-dir-was-Katalog‘, zum Beispiel beim Entgeltausgleich für Kindererziehung, Pflege oder Weiterbildung, wehrt sich die IG Metall gegen Forderungen, die niemand erhoben hat. Auch die Arbeitgeberverbände wollen das Arbeitszeitgesetz nicht abschaffen. Vielmehr bedarf es der Anpassung des Gesetzes an die moderne Arbeitswelt.

Dazu sind die Beschäftigten der Branche auch bereit. Wie eine repräsentative Emnid-Befragung der Arbeitnehmer der M+E-Industrie zeigt: Danach können sich 77 % aller Metaller durchaus vorstellen, unter bestimmten Bedingungen über die bisherige gesetzliche Höchstarbeitsdauer von zehn Stunden hinaus zu arbeiten, 52 % aller Metaller können sich auch vorstellen, dass unter bestimmen Bedingungen die gesetzliche Ruhezeitregelung von aktuell elf Stunden reduziert werden kann.

Zur Forderung auf ein Rückkehrrecht in Vollzeit lässt die IG Metall außer Betracht, dass der Betriebsablauf aufrechterhalten werden muss – was nichts anderes heißt, als dass die Arbeit von den dann noch im Betrieb verbliebenden Beschäftigten erledigt werden muss. Personelle Lücken müssen durch Maßnahmen wie befristete Arbeitsverhältnisse, Vertretungsregelungen oder Zeitarbeit aufgefangen werden.

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