Eigener MINT-Tag für Kitas und Grund­schulen

von Nora Pott

Budenheim. Am 27. April 2018 fand in der Bildungs­aka­demie Schloss Waldt­hausen der erste MINT-Tag Rheinland-Pfalz nur für Kitas und Grund­schulen statt. MINT steht für Mathe­matik, Infor­matik, Natur­wis­sen­schaften und Technik. Die Inhalte waren speziell auf die Bedürf­nisse des frühen Bildungs­be­reichs zugeschnitten. Wie kann man den Forscher­geist der Kinder am besten wecken und fördern? Wie kann man die natur­wis­sen­schaft­lichen Alltag­sphä­nomene alters­ge­recht erklären? Auf diese Fragen fanden die Pädagogen Antworten.

Mit 230 Teilnehmern war die Fortbildung ausgebucht. Das freute die vier Macher des MINT-Tages: die beiden Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie PfalzMetall und vem.die arbeitgeber e.V., die Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz e.V. (LVU) mit SchuleWirtschaft sowie die Chemieverbände Rheinland-Pfalz.

Mit Begeisterung naturwissenschaftliche Phänomene vermitteln
Die Inhalte der zehn Workshops reichten von physikalischen Experimenten bis hin zur kreativen Arbeit mit natürlichen Farben. Wichtiges Kriterium: die Anwendbarkeit in der Kita und dem Sachunterricht in der Grundschule.

Daher wiesen sich die Workshop-Leiter sowohl durch ihre praktische Unter­richts­er­fahrung, als auch durch ihre Expertise in frühkind­licher Förderung aus. Und nicht zuletzt war der MINT-Tag für die Teilnehmer eine Gelegenheit, andere Pädagogen aus Rheinland-Pfalz zu treffen. Außerdem lernen sie die Ansprech­partner für MINT-Angebote und -Förde­rungen persönlich kennen.

Unterstützung von Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig: „Rheinland-Pfalz soll starkes MINT-Land werden.“
Im MINT-Bereich werden Nachwuchskräfte dringend gebraucht. Die MINT-Initiative des Bildungsministeriums hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche von der Kita bis zum Übergang in Schule und Beruf für diese Themen zu interessieren und ihnen die guten Chancen und Perspektiven in diesen Berufsfeldern näher zu bringen.

Auf der Fortbildung betonte Stefanie Hubig insbe­sondere die Bedeutung frühkind­licher Bildung: „MINT-Förderung gelingt dann, wenn wir Erzie­he­rinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte unter­stützen, ihnen praxisnahe Materialien und Inhalte zur Verfügung stellen. Die heutige Fortbildung ist ein hervor­ra­gendes Beispiel dafür, wie wir es gemeinsam schaffen können, Kinder und Jugend­liche für Mathe­matik, Infor­matik, die Natur­wis­sen­schaften und Technik zu begeistern.“

Dem Bedarf der Pädagogen entgegenkommen
„Eine landesweite MINT-Tagung speziell für Grundschul-Lehrkräfte und Kita-Erzieher gab es bisher noch nicht. Wir wollten der großen Nachfrage entgegenkommen und den Ideenaustausch ermöglichen“, so Dr. Bernd Vogler. Der Hauptgeschäftsführer der Chemieverbände Rheinland-Pfalz sprach in Vertretung der chemisch-pharmazeutische sowie der Metall- und Elektroindustrie.

„Die Grundlage für ein Interesse an Technik und Natur­wis­sen­schaft wird schon in der Vorschule gelegt“, so Dr. Vogler. „Dieses Interesse fördern wir, denn MINT-Bildung ist in einer Hightech-Gesell­schaft unent­behrlich. Schon heute haben die Ausbil­dungs­be­triebe Schwie­rig­keiten, Auszu­bil­dende in den techni­schen und natur­wis­sen­schaft­lichen Berufen zu finden. Wir brauchen aber versierte Fach- und Führungs­kräfte, wenn wir auch in Zukunft ein innova­tiver und wirtschaftlich erfolg­reicher Standort sein wollen.“

Der nächste MINT-Tag Rheinland-Pfalz wird am 4. September 2018 statt­finden; dann sind die Lehrkräfte der weiter­füh­renden Schulen angesprochen.

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