Einsatz­zeiten von Leihar­beit­nehmern unter­neh­mensweit erfassen

von Monika Ludwig

Einsatz­zeiten von Leihar­beit­nehmern unter­neh­mensweit erfassen

 

Foto: Roth/IW Medien GmbH

Einsatzzeiten von Leiharbeitnehmern unternehmensweit erfassen

Seit dem 1. April 2017 gilt für den Einsatz von Leihar­beit­nehmern eine gesetz­liche Überlas­sungs­höchst­dauer von 18 Monaten. Bei der Ermittlung der Überlas­sungs­höchst­dauer ist jeder Einsatz des Leihar­beit­nehmers im gesamten Unter­nehmen zu berück­sich­tigen. Deshalb müssen die Einsatz­zeiten zukünftig unter­neh­mensweit – und nicht nur auf den jewei­ligen Einsatz­be­trieb bezogen – erfasst werden. Wird ein Leihar­beit­nehmer über die Überlas­sungs­höchst­dauer hinaus in einem Betrieb Ihres Unter­nehmens beschäftigt, wird ein Arbeits­ver­hältnis zwischen Ihnen als Entleiher und dem Leihar­beit­nehmer fingiert.

Den Unter­neh­mens­bezug hat die Bunde­s­agentur für Arbeit in ihren "Fachlichen Weisungen", die sie zum Umgang mit den geänderten Vorgaben des Arbeit­neh­mer­über­las­sungs­ge­setzes erlassen hat, ausdrücklich klarge­stellt.

Von der gesetz­lichen Überlas­sungs­höchst­dauer zu unter­scheiden ist die tarif­liche Übernah­me­ver­pflichtung für Leihar­beit­nehmer nach 24 Monaten auf der Grundlage des Tarif­ver­trages zum Einsatz von Leih-/ Zeitarbeit (TV LeiZ). Hier findet wie bisher eine betriebs­be­zogene Ermittlung der Einsatz­zeiten statt. Sobald der neue mit der IG Metall bereits ausge­han­delte TV LeiZ unter­zeichnet ist, mit dem unter anderem die gesetz­liche Überlas­sungs­höchst­dauer auf 48 Monate verlängert würde, werden wir Sie weiter­gehend infor­mieren.

 

 

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