Fischer sieht starke Industrie als großen Vorteil des Standorts Deutschland

von Celina Bermel

Bildun­ter­schrift: Wirtschafts­mi­nister Dr. Volker Wissing (untere Reihe rechts) mit Günter Fischer, Vorstands­vor­sit­zender des vem.die arbeit­geber e.V. (untere Reihe links) und den Organi­sa­toren der Woche der Industrie und einigen Auszu­bil­denden der vem.die ilw gGmbH. In der zweiten Reihe von unten Thorsten Bröcker, Haupt­ge­schäfts­führer des vem.die arbeit­geber e.V. (links) und Frank Berssem von der thyssenKrupp Rassel­stein GmbH, dahinter u.a. Martin Neudecker von der IHK Koblenz (3. v.l.)

 

Minister Wissing: Industrieunternehmen sind eine entscheidende Säule für wirtschaftliches Wachstum, Innovation und Wohlstand

Schulleiter Probst: Technik hinter Digitalisierung muss man kennen und verstehen, um sie gestalten zu können

Koblenz, 26.10.2018. Günter Fischer, Vorstandsvorsitzender des Arbeitgeberverbandes vem.die arbeitgeber e.V., hat die Veranstaltung „Industrie gestaltet Zukunft“ mit Zuversicht für die wirtschaftliche Zukunft eröffnet. Die Veranstaltung im Rahmen der Woche der Industrie im Raum Rhein-Mosel fand in der Industrielehrwerkstatt vem.die ilw gGmbH im Koblenzer Gewerbegebiet statt.

Fischer sagte: „Der handels­po­li­tische Kurs der USA unter Präsident Trump, die laufenden Brexit-Verhand­lungen oder ein China, das sich gerade einen gewal­tigen Innova­ti­ons­schub verpasst, sind Vorboten deutlich härteren Wettbe­werbs. Wir müssen jetzt für morgen inves­tieren – in Infra­struktur, in die Bildung und Ausbildung der hier lebenden Menschen, in Forschung und vor allem: in Vertrauen. Der wachsenden Verun­si­cherung vieler Bürger und der damit einher­ge­henden politi­schen Radika­li­sierung sollten die politi­schen Entschei­dungs­träger mit einer klaren Zukunfts­per­spektive begegnen.“

Die Chancen für die Bewäl­tigung der Digita­li­sierung stünden gut, so Fischer. Der Anteil der Industrie an der gesamten Brutto­wert­schöpfung betrage in Deutschland 23 Prozent, in Japan nur 20 Prozent, EU-weit nur 16 Prozent und in den USA nur zwölf Prozent. Das ehemals so starke Indus­trieland Großbri­tannien habe nur einen Industrie-Anteil von zehn Prozent. Diese Indus­trie­stärke Deutsch­lands sei der Grund dafür, dass Deutschland die Krise von 2008/2009 so gut habe bewäl­tigen können, so Fischer.

Fischer wies darauf hin, dass das Weltwirt­schafts­forum deutsche Stärken in den breiten Wertschöp­fungs­ketten unserer Industrie und in der Qualität der lokalen Zulie­ferer sehe. Schwächen seien v.a. die zu geringe Flexi­bi­lität des Arbeits­marktes, die Steuer- und Abgaben­be­lastung, die Bonität der Banken und die Qualität der Strom­ver­sorgung.

Auch die Bildung sei in Deutschland nicht so schlecht wie oft behauptet werde. Das werde international v.a. wegen unserer einzigartigen dualen Ausbildung auch so gesehen. Fischer verwies auch darauf, dass die Metall- und Elektroindustrie in 30 Jahren Berufsorientierung mit Gelenkwellenbussen und heute mit InfoTrucks allein im nördlichen und mittleren Rheinland-Pfalz 110.000 junge Menschen über industrielle Arbeit informiert hat. Die Besucher der Veranstaltung konnten den Hightech-InfoTruck auf dem Gelände der vem.die ilw gGmbH besichtigen und nutzen.

„Die Indus­trie­un­ter­nehmen sind eine entschei­dende Säule für wirtschaft­liches Wachstum, Innovation und Wohlstand. Sie sind wichtige Arbeit­geber und bieten inter­essante Ausbil­dungs­plätze“, sagte Wirtschafts­mi­nister Dr. Volker Wissing, der die Schirm­herr­schaft zur Woche der Industrie übernommen hat. Die Zukunft der Industrie liege in gut ausge­bil­deten Fachkräften. „Die Metall- und Elektro-Industrie geht mit dem Infotruck für Jugend­liche einen vorbild­lichen Weg, um Begeis­terung für diese Berufe zu wecken und so Fachkräfte zu gewinnen“, sagte Wissing.

Rainer Probst, Schul­leiter der berufs­bil­denden Schule Carl-Benz-Schule betonte, wie wichtig es sei, die Lehr- und Lernin­halte immer up to date zu halten. Probst: „Wir wollen Menschen ausbilden, die sich angstfrei mit den Heraus­for­de­rungen der Digita­li­sierung ausein­an­der­setzen. Wir benötigen Menschen, die, gut vorbe­reitet, Entwick­lungen bewerten und gesell­schaft­liches Leben gestalten wollen und dies auch können. Nur wer um die hinter der Digita­li­sierung steckende Technik weiß und sie kennt, ist auch in der Lage die gesell­schaft­lichen Auswir­kungen zu bedenken und entspre­chend zu bewerten."

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