Metall- und Elektro­in­dustrie mit starkem Exportjahr 2018

von Karin Breidbach

Brexit hinterlässt erste Spuren

Die Unter­nehmen der Metall- und Elektro­in­dustrie (M+E-Industrie) haben 2018 trotz der sich abzeich­nenden schwä­cheren Konjunk­turlage und der inter­na­tio­nalen Unsicher­heiten so viel expor­tiert wie nie zuvor. Nach vorläu­figen Daten des Statis­ti­schen Bundes­amtes lagen die Ausfuhren von M+E-Gütern mit 766,0 Milli­arden Euro 1,5 Prozent über dem Wert des vergan­genen Jahres (2017: 754,6 Milli­arden Euro). Gleich­zeitig stiegen die Importe um 2,8 Prozent auf 485,4 Milli­arden Euro (2017: 472,2 Milli­arden Euro). Die Export­quote – Anteil des Ausland­sum­satzes am gesamten Umsatz – blieb stabil bei 56,5 Prozent.

Chefvolkswirt Dr. Michael Stahl: „Die M+E-Industrie hat 2018 aller Unwäg­bar­keiten zum Trotz ein starkes Exportjahr hingelegt. Waren und Dienst­leis­tungen ‚Made in Germany‘ waren gefragt wie nie. Das zeigt die hohe Qualität und Innova­ti­ons­be­reit­schaft der Unter­nehmen von Deutsch­lands wichtigstem Indus­trie­sektor.“

Größter Absatz­markt für M+E-Produkte bleiben die USA mit 77,4 Milli­arden Euro (plus 0,4 Prozent) – wenn auch nur noch mit kleinem Abstand zu China mit 74,4 Milli­arden Euro (plus 10,0 Prozent). „Protek­tio­nis­tische Politik oder die Ankün­digung von Straf­zöllen auf deutsche Fahrzeuge bleiben erwar­tungs­gemäß nicht ohne Folgen, insbe­sondere für Unter­nehmen, die über langfristige Inves­ti­tionen entscheiden müssen“, sagte Stahl. 

Auf Platz 3 folgt wie auch 2017 Frank­reich mit 60,0 Milli­arden Euro (minus 3,9 Prozent), gefolgt vom Verei­nigten König­reich mit 52,6 Milli­arden Euro. Hier fiel das Minus mit 4,7 Prozent deutlicher aus. Dr. Stahl: „Schon jetzt zeigen sich die negativen wirtschaft­lichen Folgen der Brexit-Entscheidung Großbri­tan­niens, die die M+E-Industrie aufgrund ihrer Export­stärke natürlich besonders betrifft. Deshalb muss Großbri­tannien so umfassend wie möglich in den EU-Wirtschaftsraum integriert bleiben.“ Insgesamt legten die Ausfuhren in die Länder der EU jedoch um 0,6 Prozent auf 409,9 Milli­arden Euro zu.

Die TOP 10 der M+E-Exporte 2018:

Rang

Land

Exporte

(in Euro)

Vorjahres-vergleich

Anteil am

Export insges.

1

Verei­nigte Staaten von Amerika

77.414.483

0,4 %

10,1 %

2

Volks­re­publik China

74.385.538

10,0 %

9,7 %

3

Frankreich

60.001.686

-3,9 %

7,8 %

4

Verei­nigtes König­reich

52.605.557

-4,7 %

6,9 %

5

Italien

36.001.009

3,5 %

4,7 %

6

Niederlande

33.689.609

4,3 %

4,4 %

7

Polen

30.661.643

6,7 %

4,0 %

8

Österreich

30.604.975

0,0 %

4,0 %

9

Tsche­chische Republik

25.704.289

3,5 %

3,4 %

10

Spanien

25.548.690

-0,5 %

3,3 %



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