Tarifrunde 2020: Verhand­lungs­er­gebnis für M+E MITTE unter­zeichnet

von Karin Breidbach

Tarifrunde 2020: Verhandlungsergebnis für M+E MITTE unterzeichnet
Krisengerechte Einigung für Unternehmen und Beschäftigte in Ausnahmesituation.

Koblenz/Frankfurt am Main 26.03.2020. Die Verhandlungsgemeinschaft M+E Mitte und der IG Metall Bezirk Mitte haben sich für die rund 400.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland auf eine Einigung für die Tarifrunde 2020 verständigt. Das Tarifergebnis sieht keine Erhöhungen der Entgelte und Ausbildungsvergütungen vor. Es enthält neue tarifliche Instrumente zur Abfederung sozialer Härtefälle bei Kurzarbeit, zur Bewältigung von Engpässen in der Kinderbetreuung wegen der Schul- und Kita-Schließungen und zum Umgang mit Beschäftigungsausfällen. Die Laufzeit endet am 31. Dezember 2020.

„Der Tarifabschluss gewährt unseren Mitgliedsunternehmen in diesen unsiche¬ren Zeiten Planungssicherheit bis Ende des Jahres. Der Finanzierungs¬betrag in Höhe von 350 Euro je Vollzeitbeschäftigtem kann zur Abminderung sozialer Härtefälle bei Kurzarbeit verwendet und auf betriebliche Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld angerechnet werden oder im Rahmen der Differenzierung aus wirtschaftlichen Gründen auch entfallen. Durch die Wiedereinführung des Tarifvertrags Zukunft in Arbeit können das Kurzarbeitergeld der Beschäftigten durch Verwendung von tariflichen Sonderzahlungen erhöht und die tariflichen Remanenzkosten der Mitgliedsunternehmen gemindert werden“, erklärte Thorsten Bröcker, Hauptgeschäftsführer des vem.die arbeitgeber e.V. „Aufgrund der Coronavirus-Pandemie steht die deutsche Volkswirtschaft und damit auch die Metall- und Elektroindustrie in Rheinland-Rheinhessen vor der größten Herausforderung der letzten Jahrzehnte. Angesichts dieser vielerorts existenz-bedrohenden Situation für die M+E-Unternehmen und ihre Beschäftigten stellt der Tarifabschluss, der Liquidität und Beschäftigung sichern hilft, eine angemessene und krisengerechte Einigung dar, auch wenn wir uns eine längere Laufzeit gewünscht hätten,“ so Bröcker weiter.


Die “Arbeitsgemeinschaft M+E MITTE”
M+E Mitte spricht und handelt in Tarifverhandlungen für die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie Hessens (HESSENMETALL), der Pfalz (PFALZMETALL), Rheinland-Rheinhessens (vem.die arbeitgeber e.V.) und des Saarlandes (ME Saar). In den drei Bundesländern umfasst die M+E-Industrie rund 1.400 Unternehmen mit 400.000 Beschäftigten“. M+E MITTE verhandelt mit der IG Metall Bezirksleitung Mitte.

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