Unsere Antwort auf den Vorschlag der IG Metall

von Karin Breidbach

 

Unsere Antwort auf den Vorschlag der IG Metall

Wir haben heute mit der folgenden Pressemitteilung auf das von der IG Metall vorgeschlagene Stillhalteabkommen reagiert:


Koblenz. Der vem.die arbeitgeber wird gemeinsam mit den Arbeitgeberverbänden von M+E Mitte der IG Metall Bezirksleitung Mitte zeitnah Terminvorschläge für die Aufnahme von Tarifverhandlungen unterbreiten. Damit geht der vem.die arbeitgeber auf das Angebot der IG Metall ein, unmittelbar in regionale Verhandlungen zu einem Zukunftspaket einzusteigen, um vor Ende der Friedenspflicht zu einem Tarifergebnis zu kommen. „Wir erwarten, mit der IG Metall ergebnisoffen und ohne Vorbedingungen ins Gespräch zu kommen“, erklärte Thorsten Bröcker, Hauptgeschäftsführer des vem.die arbeitgeber.

„Der vem.die arbeitgeber stimmt mit der IG Metall überein, dass angesichts der Konjunkturkrise und des Strukturwandels der Fokus auf der Zukunftssicherung der Unternehmen und der Beschäftigungssicherung liegen muss. Daher ist es richtig, wenn die IG Metall auf die sonst üblichen Rituale in Tarifauseinandersetzungen verzichtet“, so Thorsten Bröcker weiter. Allerdings dürfe die IG Metall, wenn sie es ernst meine, diese Bereitschaft nicht an überzogene oder unerfüllbare Erwartungen knüpfen. Bekanntermaßen können Arbeitgeberverbände z.B. keine verbindlichen Zusagen machen, die den Betrieben Maßnahmen zum Personalabbau, zu Ausgliederungen, zu Produktverlagerungen oder Standortschließungen untersagen.

„Der vem.die arbeitgeber sieht – in Abstimmung mit allen anderen Metall- und Elektroarbeitgeberverbänden in Deutschland – die von der IG Metall mit dem Angebot eines Stillhalteabkommens vorgebrachten Vorgaben als Themenvorschläge für die anstehenden Tarifgespräche. Wir werden unsererseits Anliegen, über die wir mit der IG Metall ins Gespräch kommen wollen, ebenfalls einbringen“, so Bröcker weiter.

Konkret benennt der vem.die arbeitgeber sechs Punkte:


1. Der vem.die arbeitgeber sagt Ja zu einem echten Belastungs-Moratorium (Stillhalteabkommen) als langfristiges Commitment zwischen den Metall- und Elektroarbeitgeberverbänden und der IG Metall mit einer Laufzeit von mindestens fünf Jahren.
 
2. Der vem.die arbeitgeber sagt Ja zu betrieblichen Möglichkeiten der Beschäftigungssicherung, eine Unternehmenssicherung ist jedoch Grundvoraussetzung für wettbewerbssichere und zukunftsfähige M+E-Unternehmen in Deutschland.
 
3. Es ist und bleibt unternehmerische Aufgabe, den Wandel und damit Innovationen und zukünftige Geschäftsmodelle zu gestalten. Dabei werden wir die Arbeitnehmervertreter im Rahmen der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen selbstverständlich mitnehmen.
 
4. Der vem.die arbeitgeber setzt mit einem fixen Gesamtprozentsatz möglicher Entgeltbestandteile in einem fünfjährigen Moratorium darauf, die konjunkturell schwierige Lage betriebsindividuell zu meistern und den laufenden Transformationsprozess vor Ort zu gestalten.
 
5. Die schwierige Gesamtsituation der M+E-Industrie in Deutschland mit unterschiedlichen Ursachen und Ausprägungen fordert geradezu dazu auf, nicht auf einheitliche Detailregelungen zu setzen, sondern betriebsindividuelle Lösungsansätze vor Ort zu ermöglichen.
 
6. Wichtig ist und bleibt es, alle Mitarbeiter in einem Unternehmen fair und gerecht zu behandeln und nicht durch Extrazuwendungen für Gewerkschaftsmitglieder zu verunsichern und damit den Betriebsfrieden zu gefährden.


Ausgehend von diesen Positionen ist der vem.die arbeitgeber bereit, die Überlegungen der IG Metall aufzunehmen und unverzüglich in Gespräche auf Ebene von M+E Mitte einzusteigen. Dazu werden regionale Gesprächstermine innerhalb der nächsten drei Wochen seitens der Arbeitgeberverbände von M+E-Mitte angeboten.

Über weitere Details informieren wir Sie gerne morgen im Rahmen unserer erweiterten Beiratssitzung, die ab 11 Uhr stattfindet. Die Einladung hierzu finden Sie hier.

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