Was müssen Ingenieure/innen für Industrie 4.0 können? Ohne Infor­matik geht es nimmer

von Celina Bermel

Studie und Online-Kompetenz-Check des VDMA

Im Zuge von Industrie 4.0 kommt Ingenieu­rinnen und Ingenieuren – natürlich im Verbund mit Fachar­beitern – eine besondere Bedeutung zu: Zu den „klas­si­schen“ Ingenieur­kom­pe­tenzen müssen unabdingbar neue fachliche, metho­dische und soziale Kompe­tenzen kommen. Dazu haben ISF München und FIA Berlin, beauf­tragt durch die IMPULS-Stiftung des VDMA, die Studie „Inge­nieu­rinnen und Ingenieure für Industrie 4.0“ erstellt. Erstmals wurden dabei ein „Soll-Profil“ aus der Perspektive der Maschi­nenbau-Industrie entwi­ckelt, dieses mit dem „Ist-Zustand“ an den Hochschulen abgeglichen und darauf aufbauend Handlungs­emp­feh­lungen vorge­schlagen. Basis dafür waren eine Vielzahl quali­ta­tiver Inter­views mit Hochschulen und Unter­nehmen sowie eine Online-Erhebung unter den VDMA-Mitgliedern. Die Ergeb­nisse der Studie finden Sie hier: „Inge­nieu­rinnen und Ingenieure für Industrie 4.0“ http://www.impuls-stiftung.de/studien

Wichtigste Ergeb­nisse: Neu hinzu kommen müssen Fähig­keiten in der Infor­matik, Data Science und der Daten­si­cherheit. Ingenieure müssen zudem in der Lage sein, Sicht­weisen anderer Diszi­plinen bei ihrer eigenen Arbeit zu berück­sich­tigen. Daher sind metho­dische Kompe­tenzen, insbe­sondere Prozess- und System­denken, sowie überfach­liche Kompe­tenzen wie Teamfä­higkeit, Selbst­stän­digkeit oder Lern- und Anpas­sungs­fä­higkeit besonders wichtig.

Im Rahmen der Studie wurde auch ein „Kompetenzcheck 4.0“ entwickelt, der sich an Studierende, Beschäftigte und Unternehmen richtet. Das Online-Tool gibt Auskunft über die eigenen ingenieurwissenschaftlichen Kompetenzen für Industrie 4.0. Hier geht es zum Check:
https://ingenieure40-online-tool.vdma.org/uzIWeb/?i.Project=ifi40

Zurück